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06.05.2024

Keine Angst vor der Narkose: So bereiten Sie sich richtig vor

Vor einer Operation fühlt man sich oft unsicher, denn die Vorstellung, über längere Zeit narkotisiert zu werden, hinterlässt bei vielen ein mulmiges Gefühl. Mit diesem Beitrag versuchen wir, Ihnen diese Angst ein Stück weit zu nehmen. Wir erklären, was bei einer Anästhesie auf Sie zukommt und wie Sie sich am besten darauf vorbereiten.

Was passiert bei einer Narkose?

Bei einer Anästhesie – oder umgangssprachlich Narkose – versetzt man einzelne Körperpartien oder den gesamten Körper in einen emfpindungslosen und teilweise schlafähnlichen Zustand. Das Schmerzempfinden und je nach Verfahren auch das Bewusstsein des Patienten werden über einen bestimmten Zeitraum kontrolliert ausgeschaltet und die Muskulatur entspannt. Die Anästhesie stellt sicher, dass sich die narkotisierte Person während des Eingriffes nicht bewegt und keine Schmerzen verspürt. Dies schafft sowohl für den Arzt als auch den Patienten die bestmöglichen Voraussetzungen für einen erfolgreichen chirurgischen Eingriff. Die Gewährleistung der Sicherheit und des Wohlbefindens des Patienten steht stets im Zentrum.

Allgemeinnarkose und Spinalanästhesie

Bei grösseren Operationen, zum Beispiel im orthopädischen Bereich, erhalten Sie in der Regel entweder eine Allgemeinnarkose oder eine Spinalanästhesie.

Bei der Allgemeinnarkose wird der Patient in einen schlafähnlichen Zustand versetzt, in welchem er oder sie ohne Bewusstsein und Schmerzempfindung ist.

Bei einer Spinalanästhesie wird das Schmerzempfinden in einer bestimmten Körperregion für einige Stunden betäubt, Sie selbst sind aber wach und können je nach Eingriff am Monitor die Operation mitverfolgen. Über die für Sie geeignete Anästhesiemethode entscheidet die Anästhesistin oder der Anästhesist basierend auf der geplanten Operation und der präoperativen Beratung.

Schwere Zwischenfälle aufgrund einer Narkose sind heutzutage extrem selten. Die Anzahl schwerer Komplikationen wird auf eine pro 100’000 Patienten geschätzt. Dank eines ausführlichen Anästhesiegesprächs können Risiken auf ein Minimum reduziert werden.

Nach der Anästhesie treten bei gesunden Patienten in der Regel nur geringe Nebenwirkungen auf. Nach dem Aufwachen oder in den Folgestunden kann es zu Übelkeit und Erbrechen kommen, allerdings ist es in den meisten Fällen möglich, diesen Symptomen durch eine präventive Verabreichung von Medikamenten vorzubeugen. Ebenfalls bewährt haben sich Akupunkturpflaster, mit welchen sich das durch Narkose- und Schmerzmittel irritierte Brechzentrum beruhigen lässt.

Checkliste für die Anästhesie

Am Operationstag müssen Sie nüchtern sein. Das heisst:
  • 6h vor dem Eingriff keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen
  • Klare Flüssigkeiten wie Tee und Wasser sind bis max. 2h vor dem Eingriff erlaubt
  • Auf Rauchen und Kaugummi verzichten
  • Die spezifischen Anweisungen Ihres Anästhesisten beachten

Stellen Sie Ihre Fragen in der Anästhesiesprechstunde

Aufklärung ist das A und O: Seit den 1990er Jahren haben mehrere Studien bestätigt, dass gut informierte Patienten weniger ängstlich sind und sich besser auf einen Eingriff vorbereitet fühlen. Da der Schmerzmittelbedarf bei diesen Patienten geringer ist, ist auch das Wohlbefinden nach dem Eingriff höher. Das wiederum wirkt sich positiv auf den gesamten Heilungsprozess aus.

Vor der Operation werden Sie für gewöhnlich zu einer Anästhesiesprechstunde aufgeboten. In diesem Gespräch wählen Sie mit dem Anästhesiearzt das für Sie geeignete Narkoseverfahren aus. «Ein guter Anästhesiearzt nimmt sich Zeit für Sie und Ihre Unsicherheiten», sagt Dr. med. Othmar Werner, Anästhesiearzt von Narcotop. «Ziel ist es, auf Ihre spezifischen Fragen einzugehen und das Gefühl des Ausgeliefertseins zu reduzieren. Lassen Sie sich über alles informieren, das Ihnen Beruhigung schenkt. Die einzigen dummen Fragen sind jene, die Sie aus falscher Scham nicht stellen.» Ist beispielsweise bekannt, dass es einer Person schnell schlecht wird, kann man, wie bereits erwähnt, prophylaktisch dagegen vorgehen, etwa mit geeigneten Medikamenten und einem Akupunkturpflaster. Reden Sie offen mit Ihrem Arzt.

Wir passen auf Sie auf

Die Anästhestieärztinnen und -ärzte unserer Kliniken lassen Sie im Operationssaal nicht aus den Augen.

Während der Anästhesie werden bei allen Patientinnen und Patienten standardmässig die gleichen Werte erfasst und engmaschig überwacht, darunter die Herzfrequenz, der Herzrhythmus, der Blutdruck, die Sauerstoffsättigung im Blut und die Körpertemperatur. Auffälligkeiten werden so sofort erkannt und das OP-Team kann umgehend darauf reagieren.

Gut vorbereitet ist die halbe Miete

Am Operationstag müssen Sie nüchtern sein. Das heisst, dass Sie 6 Stunden vor dem Klinikeintritt keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen dürfen. Klare Flüssigkeiten (Tee und Wasser) sind bis maximal 2 Stunden vor dem Eintritt erlaubt. Verzichten Sie am Operationstag auf Rauchen und Kaugummi. All diese Massnahmen ermöglichen eine sichere Narkose. Individuelle Ratschläge oder was Sie im Spezifischen beachten müssen – etwa bei der Einnahme von Medikamenten –, teilt der Anästhesiearzt Ihnen im Vorgespräch mit.

Wie schnell Sie nach einer Operation wieder fit sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Nach den meisten Eingriffen ist es in der Regel wichtig, sich so rasch wie möglich wieder zu bewegen. Die frühe Mobilisierung hat einen positiven Einfluss auf die Genesung und senkt Risiken wie Thrombosen oder Pneumonien.

Bereit für den neuen Lebensabschnitt

Operationen werden oft mit etwas Negativem verbunden. Versuchen Sie, aktiv an dieser Einstellung zu arbeiten: Der Eingriff soll Ihnen helfen. Sehen Sie ihn also als etwas Gutes und den Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Und vergessen Sie nicht: Sie werden nicht alleine gelassen. Die Fachkräfte des Swiss Medical Network setzen sich tagtäglich mit Herzblut dafür ein, dass es Ihnen ganz schnell wieder besser geht. Wir sind für Sie da.

Erfahren Sie mehr über das Fachgebiet Anästhesiologie

Anästhesiologie

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